Austausch EWFE Brennwertgeräte

Wie wir allen Besserwissern zum Trotz wissen, hat EWFE  Anfang der 90 ziger
die Brennwerttechnik  in Deutschland marktfähig gemacht - durch den Vertrieb von in Frankreich entwickelten  Brennwertgeräten.
Diese konnten mit allen Gasarten betrieben werden, die es damals gab. Sogar mit sog. Stadtgas wurden  diese bis zur Erdgasumstellung
betrieben. Viele der Geräte fielen aus durch Korrosion wegen dem im Erdgas enthaltenen Schwefel. Einige wurden mit einer
.Reparaturblech

Kondensatwanne als Reparaturblech aus Edelstahl ausgerüstet und heizen heute immer noch. Geräte welche
mit Propan betrieben wurden, hatten diese Ausfallerscheinungen weitaus weniger.

Dies  ist  nicht die einzige Möglichkeit  solche Geräe zu reparieren. Mann kann auch den Wärmetauscher wechseln.
Preislich ein hohes Opfer, aber nicht jeder kann sich auf die Schnelle ein neues Gerät leisten. 

Für die, die es sich leisten können, möchte ich hier einige Beispiele anführen,
die nicht Anspruch auf Vollständigkeit erheben
und deshalb in loser Folge erweitert werden.

 Zuerst das Wichtigste. Was bleibt?

1.Das Abgassystem kann erhalten bleiben!
Sollte der Schorni anderer Meinung sein - eine entsprechende Bescheinigung des Herstellers liegt vor.
Die Dichtigkeit muß allerdings nachgewiesen werden. (Ringspaltmessung).

2.  Elektrische Leitungen können weiter genutzt werden
Der Außenfühler und die Raumeinheit (QAA 73) können vorhandene Leitungen nutzen.
(evtl. im Gehäuse der alten Steuereinheit nach Demontage der alten Platine verlängern)

3. vorhandene Rohrzuführungen können nach kleineren Anpassungen wieder verwendet werden.
Wichtig : Einbau eines neuen Gaskugelhahn mit thermischer Absperrsicherung (zugelassener Fachmann)
Im Übrigen soll dies hier keinen Bastelanleitung sein, sondern nur ein paar Möglichkeiten
für den Austausch alter EWFE Geräte aufzeigen.




Ich möchte hier also als erstes den Austausch eines MZ 22 S (also mit Flash) dokumentieren.

Die Ausgangsstuation ist auf dem Bild zu erkennen.


MZ 22 S

Er sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus. Nur die Abgastemperaturen sind zu hoch. Vom Schorni beanstandet
Ein Kesselkörpertausch wäre noch zu überlegen - aber Dreiwegeventil klemmt, AG müßte getauscht werden,
die vorhandene Regelung hat keinen Außenfühler und der neue Besitzer möchte auch etwas mehr Komfort
in der Warmwasserherstellung.

Warum also einer Mumie nen Goldzahn einpflanzen?  ;-)


Nach Rücksprache mit dem Kunden folgender Vorschlag: Leistungsreduzierung - da vorhandene Leistung eh zu groß für
ca. 130 m² beheizte Wohnfläche. Das ewige Takten (Ein- und Ausschalten) des Brenners störte auch dem neuen Eigentümer schon lange.
Und das bißchen Warmwasser kam auch nicht regelmäßig. Also raus mit der  Alten  ;-)  (gemeint ist die Heizung)
und rein mit dem neuen Kessel mit Speicher (75 Liter) und witterungsgeführter Regelung.
Die vorhandenen Anschlüsse
mußten nur leicht geändert werden, wegen des etwas größeren Speichers,
 wie auf dem unteren Bild zu sehen ist.



THRi 2-16 M75H offen

Die Abgasanlage blieb erhalten!           

Diese Gerät vereint technichen Fortschritt mit Zweckmäßigkeit. Zusätzlich paßt es
an den vorhandenen Aufstellungsort ohne viel Umbauten. Daher kurze Montagezeiten und geringer Aufwand.
Dies gilt übrigens für alle EWFE Geräte, die gegen ein GEMINOX - Gerät ausgetauscht werden.


THRi 2-13 M75H komplett

THRi 2-13M 75H
moduliert stufenlos von 2-13 Kw und paßt sich damit ständig dem Wärmebedarf des
Hauses an. Eine gute Lösung wie ich finde. Übrigens gibt es den auch in einer V- Version.

Hier befindet sich  der Speicher unterhalb des Heizkessels

Eine Prospektaufnahme

THRi ...75V


THRi ........M75V



Eine zweite Variante ist der Austausch  MZ 22 S gegen einen THRi 5-25S


Beim hiesigen Kundengespräch standen auch zusätzliche Reparaturen an. Jedoch Leistung des Warmwasser war für ihn
ausreichend und
die Platzverhältnisse erlaubten keinen Speicher . Kurze Wege  - Dusche nebenan. Naßstrecke Küche direkt darüber.

Altgerät MZ 22S
Austauschgerät THRi 5-25S
MZ 22S
THR 5-25 S


Eine alte Schwerkraftanlage mit Bypassventil, welches rausflog.. Das Wasser war mit  Inibal versetzt , so blieb es im System erhalten..
Die Anschlüsse wurden durch vereisen
der Leitungen abgesperrt.

vereisen
THR 5-25S

Und demnächst geht es weiter.

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